Etwas Geschichte muss auch auf einer Homepage sein,
deshalb hier ein kleiner Rückblick....

 

Eine abwechslungsreiche Lebensgeschichte liegt hinter dem Verein. 2009 waren es 125-Jahre mit Höhepunkten und Tiefen, aber wir können sagen: Der TFC ist zwar in die Jahre gekommen, aber immer noch sehr lebendig.

 

Lassen Sie uns in groben Zeitschritten seine Lebensgeschichte in Erinnerung rufen: Die Jahn'sche Turnbewegung zu Beginn des 19. Jahrhunderts führte bereits im Jahre 1837 in Hanau zur Gründung der Turngemeinde. Auf der gegenüberliegenden Mainseite sah man diesem „neuartigen Treiben junger Menschen, sich in Gemeinschaft durch körperliche Übungen zu ertüchtigen" nicht tatenlos zu. 

So wurde im Jahre 1874 in Groß-Steinheim die Turnerschaft gegründet, in Klein-Steinheim taten sich Turnbegeisterte in einer losen Verbindung zu einer Turngemeinde zusammen. Hieraus entstand im Jahre 1884 der Turn- und Fechtclub. Gleich von seiner Geburtsstunde an hat sich der Verein in eindrucksvoller Weise entwickelt. 

Die Vereinsgründer anno 1909

Sitzend, von links: 
Peter Adam, Michael Herty, Adam Schwickert, Adam Herty
und stehend, von links: 
Konrad Klostermann, Johann Schmuck
(Aufnahme aus dem Jahr 1909)

 


Fechter des TFC Steinheim im Jahre 1922

 


Eigenleistung beim Bau der TFC Halle im Jahre 1954

Die Mitglieder genossen das neue Gemeinschaftsgefühl: gemeinsam turnen, gemeinsam fechten, gemeinsam trommeln aber auch gemeinsam Ausflüge unternehmen vor allem aber auch gemeinsam feiern. Kurz um, es war ein besonderes Gefühl der Zusammengehörigkeit entstanden. Die sog. TFC-Familie war geboren. 

Abgesehen von kleineren Rückschlägen im ersten Weltkrieg entwickelte sich der TFC zu einem angesehenen Club. Der zweite Weltkrieg und seine Folgen rüttelten gewaltig an dem bis dahin blühenden TFC. Durch das von den Siegermächten ausgesprochene Verbot für bestimmte Vereine. insbesondere für Turnvereine (mit Fechtabteilungen), musste der TFC ab 01.01.1946 seine Pforten schließen. 

Dennoch, der Geist der TFC-Gemeinschaft lebte weiter. Die Vereinsfamilie blieb weitgehend zusammen und schloss sich dem SV Steinheim an, der als Fußballverein nicht dem Vereinsverbot unterlag. Bis zur Lockerung des Vereinsverbots - knapp 5 Jahre - war der SV die Heimat für den (verbotenen) TFC. 

1951 ging es dann unter eigener Flagge wieder weiter. Dankbar trennte man sich vom SV und es begann ein Wiederaufbau unter Karl Neuhahn, unserem im Jahr 1993 verstorbenen Ehrenvorsitzenden. Der TFC entwickelte sich unter seiner Führung zur alten Stärke und zu den hergebrachten Idealen. Die fast 10jährige Spanne des Wiederaufbaus kann man getrost als „Ära Karl Neuhahn" bezeichnen. Auch die Gründung der Tischtennisabteilung im Jahre 1956 fand unter Karl Neuhahn statt. Wir haben ihm viel zu verdanken. 

Nach Karl Neuhahn wurde der TFC fünf Jahre von Dr. Theo Neeb geprägt. Unter seiner Leitung erlebten die turnerischen Werte eine Renaissance. Auch die Wiedergründung einer Fechtabteilung, die bedauerlicher Weise nach einigen Jahren durch den Wegzug des Fechtlehrers wieder aufgegeben werden musste und die des Spielmannszuges fielen in diese Zeit. 

 

Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte war die Gründung der Ju-Jutsu-Abteilung im Jahre 1971, ebenfalls unter der Ägide von Dr. Neeb. Abteilungsgründer Wolfgang Hahn war von 1971 bis 2009 Abteilungsleiter und Trainer im TFC und damit der dienstälteste im Verein, eine großartige Leistung. 

Nach Dr. Neeb, dem im Jahre 2008 verstorbenen Ehrenmitglied, konnte Helmut Bohländer mit fast 40jährigem Führungseinfluss die Entwicklung des TFC vorantreiben. Dies wurde auch mit er möglicht, durch seine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem langjährigen Schatzmeister Walter Schlett, die bis heute gegeben ist. Die Strukturen des Vereins wurden neu geprägt. 

 

Die TFC Halle bei ihrer Einweihung 1954

Auch äußerlich änderte sich das Vereinsbild: Aus der kleinen in Eigenhilfe entstandenen TFC-Halle wurde ein ansehnliches Vereinsanwesen. Diese bemerkenswerten Vereinsaktivitäten konnten zwischenzeitlich von Horst Mosuch mehrere Jahre erfolgreich fortgeführt werden. Als Beispiel sei die Umwandlung des Spielmannszuges zu einem Blasorchester genannt. 

Weitere neue Vereinsangebote wie Volleyball, Senioren-Gymnastik, Yoga, Tal-Chi, Ju-Jutsu für Kinder,   Wirbelsäulengymnastik, Kendo und Boxen belegen den Wandel im Sportangebot. 

Der wechselvollen Vereinsgeschichte entnehmen wir, dass es engagierten Persönlichkeiten immer wieder gelang, den TFC auf Kurs zu halten, und wenn es erforderlich war, auf neuen Kurs zu bringen. So entwickelte sich die Turn- und Fechtgemeinde des 19. Jahrhunderts zu einem modernen Mehrspartenverein im 21. Jahrhundert mit zehn Abteilungen und rund 600 Mitgliedern.

Weiter so!

 

Die TFC Halle im Jubiläumsjahr 2009